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Harald Welzer „Selbst denken. Eine Anleitung zum Widerstand“

Bildschirmfoto 2014-07-22 um 14.48.58„Wer braucht schon eine Aufforderung, selbst zu denken? Der Mensch kann gar nicht anders, könnte man meinen. Worum es in diesem Buch geht, ist das Denken außerhalb ausgetretener Pfade und jenseits vermeintlicher Sachzwänge. Wie sehr bestimmen uns der Wettbewerb, der Zeitdruck, der Markt, der Status, das Wachstumsparadigma? Nutzen wir Postindustrialisierten in unserer vergleichsweise sorgenarmen Existenz die Handlungsspielräume zur Erhaltung oder Schonung von Ressourcen? Ist es in unserem Sinne, dass Statusorientierung, Geiz und Raffgier an die Stelle von Glück und Freiheit, Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Menschlichkeit treten? Der Zukunftsforscher und Sozialpsychologe Harald Welzer wünscht sich Widerstand statt Passivität und zeigt, wie dieser aussehen könnte.“

Leseprobe: Harald Welzer – Selbst denken

 

Wo bleibt die gesparte Zeit? Warum wir uns immer mehr beeilen müssen. [WDR]

Quarks „Neue Technik hilft uns, immer mehr Zeit zu sparen. Warum haben so viele Menschen trotzdem ständig „keine Zeit“ und sind dauernd in Eile – wo bleibt also die gesparte Zeit? Wir könnten sie mit Ausruhen und Kaffeetrinken verbringen. Doch der Soziologe Hartmut Rosa meint: Wir nutzen die gewonnene Zeit nicht für Muße – sondern wir nutzen sie, um einfach mehr zu tun: mehr zu erledigen, weiter zu reisen, mehr Aktivitäten in unsere Freizeit zu packen.“

SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit [arte]

http://doku.cc/speed-suche-verlorenen-zeit-2.html

Ausgestrahlt am 22.01.2014 auf Arte
Origin: WDR
Land: Deutschland
Jahr: 2011
Tonformat: Stereo
Bildformat: HD, 16/9
Regie: Florian Opitz

Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen. Was treibt diese Beschleunigung an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen, oder liegt alles doch nur an schlechtem Zeitmanagement?

Wer oder was treibt die Beschleunigung der modernen Zeit eigentlich an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles vielleicht doch nur an unserem mangelhaften Zeitmanagement? In seinem Dokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Wo ist sie nur geblieben, die Zeit, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben?

Opitz begegnet auf seiner Suche Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben, und solchen, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Er befragt Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler über die Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er trifft Unternehmensberater und Akteure, die auf dem internationalen Finanzmarkt aktiv sind und an der Zeitschraube drehen. Und er lernt Menschen kennen, die aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind und nach gesellschaftlichen Alternativen suchen. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.
(Beschreibungstext von Arte)