Archiv der Kategorie: Degrowth – Schrumpfen

„Es geht um Befreiung von Überfluss, nicht um Verzicht“ Interview zur Energiewende mit Prof. Paech [taz]

taz Unter Strohm – Die Parteien überbieten sich im Wahlkampf mit Populismus, ärgert sich Niko Paech.

„Es geht nicht um Verzicht, sondern um die Befreiung von jenem Überfluss, der nur zu Konsumverstopfung, Reizüberflutung und Zeitknappheit führt. Wenn wir das verstehen, wird Sparsamkeit einfacher. Und die brauchen wir, denn die Erneuerbaren lösen die meisten Probleme nicht: Was ist mit dem Flugverkehr, Individualverkehr, Güterverkehr, Schiffsverkehr, der Heizenergie in Wohngebäuden, der fossilen Energie der Landwirtschaft und der Produktion unserer Güter in China? Von der gesamten Energie, die wir verbrauchen, stammen nur lächerliche 11 Prozent aus erneuerbaren Quellen. Das kratzt an diesen Problemen nicht mal. Trotzdem haben wir aber schon jetzt viel Fläche und Landschaften zerstört, etwa durch Energiemais und Windkraft- und Photovoltaikanlagen auf freien Flächen.“

taz, 20.09.2013

 

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„“Grünes Wachstum“ gibt es nicht.“ Interview mit Prof. Paech [natur]

SZ „Die Vorstellung von grünem Wachstum erscheint manchen als Widerspruch in sich. Können wir nur nachhaltig leben, wenn wir auf Wirtschaftswachstum und überflüssigen Konsum verzichten? Fragen an den Ökonom Niko Paech von der Universität Oldenburg.“

Demografie: Die Weltbevölkerung wird schrumpfen | ZEIT ONLINE

Zeit OnlineNachdem die Menschheit im 20. Jahrhundert ein historisch einmaliges Wachstum erlebt hat, dürfte das 21. Jahrhundert den Beginn des Postwachstums markieren. Das liegt vor allem am reproduktiven Verhalten der Menschen: In fast allen Ländern der Welt bekommen die Frauen deutlich weniger Kinder als früher, sodass ein Ende des Bevölkerungswachstums in Sicht gerät. Zudem dürfte sich die Zahl der über 60-Jährigen von heute 810 Millionen bis 2050 auf über zwei Milliarden erhöhen. Weniger und ältere Menschen werden weniger produzieren und konsumieren. Addiert man hierzu die ökonomischen Bremseffekte, die durch RessourcenknappheitNahrungsmittelkrisen und Klimawandel zu erwarten sind, dürfte sich das Wirtschaftswachstum mittelfristig abschwächen und irgendwann sogar ausklingen. Damit schwinden auch dessen ungewollte Nebeneffekte, die das Leben auf der Erde erschweren.“