Projektprodukt: „Moment mal…“ (Becksi & Ronja)

Wie kommt das Konsumverhalten der heutigen Gesellschaft zustande und wodurch kann es beeinflusst werden?
Ein zentraler Aspekt der Wirtschaftsproblematik ist das Konsumverhalten der heutigen Gesellschaft, welches zu einer starken Überproduktion führt. Dies ist eines der wenigen Probleme in der derzeitigen Wirtschaftslage, das sich durch Einflussnahme auf Konsumenten durchaus realistisch vermeiden lässt. Aus diesem Grund kombinierten wir unsere ähnlichen Forschungsfragen, die sich beide mit dem Bereich der Konsumgesellschaft befassten und entschieden uns für ein Informationsvideo.

Aus Erfahrung durch ein von unserer Klasse aufgeführtes Theaterstück wussten wir, dass ein komisch gestaltetes Stück die Zuschauer (je nach Interessengruppe) am meisten anspricht. Denn auffällig ist, dass Menschen, die sich ohnehin für dieses Thema interessieren gezielt Informationsmaterial anschauen, doch der größte Teil der Gesellschaft, insbesondere sehr junge Menschen, muss zunächst auf das Problem aufmerksam gemacht werden. Um Menschen am besten zu erreichen hilft es, eine Story zu erstellen, in der die jeweilige Interessengruppe sich wiedererkennt, oder im Laufe des Anschauens ggf. Verhaltensweisen auf sich beziehen oder sich damit identifizieren kann. Bei richtiger Umsetzung wirkt der Inhalt trotzdem ernst und erzielt gerade deshalb ein Nachdenken des Publikums und ein Befassen mit der Problematik.
Des Weiteren wird ein Video von mehr Leuten angesehen – als ein Artikel durchgelesen (insbesondere bei der anvisierten Interessengruppe). In unserem Video sollen die Menschen darauf aufmerksam gemacht werden, dass Lebensmittel, die äußerlich nicht (mehr) besonders ansehnlich sind, trotzdem dieselbe Qualität haben können, wie das Idealbild aus der Werbung. Besonders interessant war, dass auch wir selbst feststellten, dass wir bislang nach Möglichkeit nur die „schönen“ Produkte kauften. Noch auffälliger ist jedoch, dass die äußerlich „unschönen“ Produkte meist gar nicht in den Verkauf kommen, sondern vorher entsorgt werden.
Muss das sein? Dies ist letztendlich nicht auf die Händler zurückzuführen, die diese vorher aussortieren, sondern auf das Konsumverhalten der heutigen Gesellschaft, an das sich im Handel angepasst wird. Auf dieses Problem möchten wir die Leute in unserem Projekt aufmerksam machen.
Für den Videodreh organisierten wir die Hilfe einer dritten Person, die dort auch zu sehen ist. Wir arbeiteten hauptsächlich mit den Informationen, die wir uns selbst aneigneten, als wir uns mit dem Thema gedanklich befassten. Außerdem verwendeten wir erfragte Meinungen von Freunden und Familie, sowie einige Internetrecherchen. Hierbei achteten wir verstärkt auf Gründe und Erklärungen für das jeweilige Kaufverhalten. Während des Videodrehs stellte das Erhalten der Ernsthaftigkeit im Video, die trotz der Komik enthalten sein sollte, um Interesse und eine Befassung mit dem Thema bei den Zuschauern zu erreichen, eine Schwierigkeit dar. Allerdings stellte sich für uns heraus, dass die Message des Videos trotzdem ankommt. Gut gelungen ist uns, dass die Zielgruppe beim Zuschauen geschockt sein wird, da das aufgezeigte Verhalten sich als real erweist und vermutlich viele junge Menschen sich dort (wenn auch nur ansatzweise, da wir versuchten, das Extreme darzustellen) wiederfinden werden.
Das Wachstumsproblem der Wirtschaft basiert auf vielen einzelnen Faktoren, eines der ausschlaggebendsten ist die enorm große Produktion, die durch ihre zunehmende Ausbreitung einen immer größeren Unterschied zwischen arm und reich schafft und in vielen Ländern u.a. unzumutbare Arbeitsverhältnisse mit sich bringt. Riesige Mengen der hergestellten Produkte werden aufgrund kleinlichster Bedingungen weggeworfen, also umsonst produziert. Dagegen muss angegangen werden und dazu bedarf es Einflussnahme auf die heutige Konsumgesellschaft. Wir hoffen, dass wir mit unserem Video einen Ansatz zur Aufklärung diesbezüglich erzielen können und die Leute, die das Video zu sehen kriegen, mit unserer Message erreichen. Sicher ist unser Produkt kein Einschnitt in das Verhalten der Konsumgesellschaft – aber ein Anfang der Einflussnahme. Das Verbreiten von Informationsvideos über soziale Netzwerke kann großes bewirken. Wir wollen zeigen, dass nicht nur förmliche Zeitungsartikel, sondern auch humorvolle Videos es als Informationsquelle in sich
haben.

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2 Kommentare zu „Projektprodukt: „Moment mal…“ (Becksi & Ronja)“

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