Edelmarken zum Hungerlohn [WDR]

WDR Vor einem Jahr stürzte eine Textilfabrik in Bangladesch ein und begrub über tausend Näherinnen unter den Trümmern. Spätestens da war klar: Die Arbeitsbedingungen für Näherinnen dort und in anderen Billiglohnländern sind unzumutbar.

Video: 45 Min.

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3 Kommentare zu “Edelmarken zum Hungerlohn [WDR]”

  1. Dieses Video verdeutlicht noch einmal die Unwissenheit der Leute. Wenn wir an Markenklamotten denken, denken wir nur daran wie teuer, edel und angesagt sie sind. Von der Produktion her sind sie aber genau so edel wie die Klamotten von H&M. Der luxuriöse Gucciladen gibt uns die scheinheilige Vorstellung, dass die Produkte bester Qualität sind und aus bester Hand/Maschine gemacht sind, doch wie das meist andere auf der Welt sieht es hinter den Kulissen ganz anders aus. Es ist eine Frechheit wie diese Arbeiter ausgebeutet werden, für eine Summe pro Monat die wir bei einem Kinobesuch ausgeben. Das alles nur damit eine Frau sich ihre Louis Vuitton für 1800 Euro kaufen kann und der Chef seine Yacht auf die Bahamas fahren kann. :/

  2. Ich finde dieses Video sehr gut, da es nochmal verdeutlicht wie schlimm die Arbeitsverhältnisse für manche Menschen auf der Welt sind. Viele Menschen kaufen ein T-Shirt oder ähnliches für 50 60 Euro und denken das wurde bestimmt durch Faire Löhne etc. hergestellt, doch wissen nicht das selbst bei Edelmarken der Lohn Niedrig, die Arbeitszeiten lang und die Behandlung der Arbeiterinnen sehr schlecht ist.
    Außerdem sind dazu auch noch die meisten Firmenbesitzer ziemlich hinterhältig. Sie sagen den kunden das die Arbeitszeiten Fair sind und alle gut behandelt werden und auch wenn man die Näherinnen fragt sagen sie das alles inordnung ist, da sie von ihrem Arbeitgeber dazu gezwungen werden.
    Meiner Meinung nach sollte so etwas überall ausgesatrahlt werden damit Leute bestimmte Marken einfach nicht mehr kaufen bis sie versichert bekommen das die Arbeitsverhältnisse gut sind.

  3. Das Video „Edelmarken zum Hungerlohn“ verdeutlicht die unzumutbaren Arbeitsbedingungen der Näherinnen in den Entwicklungsländern, wie Bangladesch.
    Schläge, Lohnkürzungen, Überstunden… Vor all dem machen Firmenbesitzer von Textilfabriken keinen halt, wenn es um den eigenen Profit geht.
    Wenn Prüfer aus westlichen Unternehmen in die Fabriken kommen, werden die Näherinnen gezwungen zu lügen, weil diese sonst ihre Arbeit verlieren würden.
    Doch was kann dagegen unternommen werden?
    Esprit verspricht die Missstände abzustellen, doch ob die Disziplinarmaßnahmen wirklich stattfinden oder langfristig gesehen ausreichen, würde ich hinterfragen.
    Ich glaube nicht, dass bei den Unternehmern Reue eine Rolle spielt…was zählt ist der Profit!
    Oft fehlt es an staatlichen Kontrollinstrumenten.
    Da Politiker oft auch die Fabrikbesitzer sind, ist es fraglich, ob die Kontrollmaßnahmen auch Nährboden finden würden.
    Die Kontrollen von Handelspartnern durchführen zu lassen ist blauäugig, da die widrigen Verhältnisse profitabel sind.
    Dass westliche Unternehmen in Bangladesch produzieren, ist allerdings nicht nur schlecht. In den letzten zwei Jahren hat das BIP in Bangladesch um 20% zugenommen. Doch muss eine Menschengerechte Arbeitskultur geschaffen werden, in einem Staat, der die Arbeitskraft der Näherinnen zu schätzen weiß, ohne auf Ausbeutung aus zu sein. Um Maßnahmen für eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse nachhaltig zu erreichen, ist es wichtig, Korruption zu unterbinden. Das Schaffen einer funktionierenden Gewerkschaftsstruktur wäre beispielsweise ein Lösungsansatz. (Quelle:http://www.gtai.de/GTAI/Content/DE/Trade/Fachdaten/MKT/2008/07/mkt200807555610_11952.pdf)

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