SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit [arte]

http://doku.cc/speed-suche-verlorenen-zeit-2.html

Ausgestrahlt am 22.01.2014 auf Arte
Origin: WDR
Land: Deutschland
Jahr: 2011
Tonformat: Stereo
Bildformat: HD, 16/9
Regie: Florian Opitz

Wir sparen ständig Zeit. Trotzdem haben wir am Ende immer weniger davon. Im Takt der elektronischen Kommunikationsmittel hetzen wir von einem Termin zum anderen. Was treibt diese Beschleunigung an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen, oder liegt alles doch nur an schlechtem Zeitmanagement?

Wer oder was treibt die Beschleunigung der modernen Zeit eigentlich an? Ist sie ein gesellschaftliches Phänomen oder liegt alles vielleicht doch nur an unserem mangelhaften Zeitmanagement? In seinem Dokumentarfilm begibt sich der Filmemacher und Autor Florian Opitz auf die Suche nach der verlorenen Zeit. Wo ist sie nur geblieben, die Zeit, die wir mühsam mit all den neuen Technologien und Effizienzmodellen eingespart haben?

Opitz begegnet auf seiner Suche Menschen, die die Beschleunigung vorantreiben, und solchen, die sich trauen, Alternativen zur allgegenwärtigen Rastlosigkeit zu leben. Er befragt Zeitmanagement-Experten, Therapeuten und Wissenschaftler über die Ursachen und Auswirkungen der chronischen Zeitnot. Er trifft Unternehmensberater und Akteure, die auf dem internationalen Finanzmarkt aktiv sind und an der Zeitschraube drehen. Und er lernt Menschen kennen, die aus ihrem ganz privaten Hamsterrad ausgestiegen sind und nach gesellschaftlichen Alternativen suchen. Auf seiner Suche entdeckt er: Ein anderes Tempo ist möglich, wir müssen es nur wollen.
(Beschreibungstext von Arte)

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11 Kommentare zu „SPEED – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit [arte]“

  1. Es ist schockierend das fast jeder Mensch (vor allem in Europa) dieses Gefühl von Stress und Hetze kennt. Es ist ein Teufelskreis aus ständigem Leistungsdruck, Existenzangst und diesem Gefühl das die Zeit einem entrinnt. Im Grunde denke ich das die Menschen selber diesen Druck ausüben, mit dem Verlangen nach stätigem Fortschritt. Denn vor 70 Jahren gab es den Begriff „Stress“ in dem Sinne noch gar nicht und heute leidet fast jeder darunter.
    Vielleicht sollte die ganze Gesellschaft mehr Zeit zum durchatmen nehmen, sonst brechen wir alle irgendwann zusammen (wie im Video gezeigt).
    LG

  2. Ich finde dieses Video auch schockierend aber interessant. Man erhält viele Informationen, die (meiner Meinung nach) jeden von uns betreffen, da wir in einer Gesellschaft bzw. in einem System leben, welches uns antreibt schneller und härter unsere Tätigkeiten aus zu üben. Aber ich stimme zu, dass wir uns auch selber zu viel Druck aufbauen und damit noch mehr Stress verursachen. Man hat, wie Herr Opitz schon in dem Video selbst erzählt, immer Sachen auf einer „To Do-Liste“, die man noch erledigen muss. Der Stress diese Dinge zu erledigen, macht uns nicht nur seelisch, sondern irgendwann auch körperlich, kaputt. Die Ängste, dass man seine Existenz nicht sichert, ist eine Ursache dafür, weil wir etwas erreichen und nicht untergehen wollen. LG

  3. Ich fand es eigentlich sehr interessant, einen Dokumentarfilm darüber zu gucken. Ich musste aber leider immer ein paar Minuten von dem Video überspringen, da ich keine ,,Zeit“ hatte.

    ,, So bald ich auf meine To-Do-Liste eine Aufgabe abhacke, kommen fünf neue hinzu! “ Das kenne ich auch selber zu gut! LEIDER!

    Neulich haben wir im Physikunterricht darüber diskutiert, was die Zeit überhaupt ist:

    Diese ,,Zeit“ zu verstehen, ist eines der wichtigsten Ziele von Physikern und Kosmologen. Davon erhoffen sie sich auch eine Erklärung, warum die Zeit vorwärts fließt, was die Naturgesetze nicht erklären können. Doch womöglich wirft eine radikale Neuinterpretation der Realität alles um. Denn sowohl Albert Einsteins Relativitätstheorie als auch spekulative Vorschläge für eine „Weltformel“ legen eine irritierende Schlussfolgerung nahe: Die uns so vertraut und manchmal quälend erscheinende Zeit könnte eine blanke Illusion sein – und in Wirklichkeit gar nicht existieren.

    Immer mehr Physiker und Philosophen kommen zu dem Schluss, dass es die Zeit objektiv überhaupt nicht gibt. Das zu erkennen, ist vielleicht die größte intellektuelle Herausforderung, mit der die Menschheit jemals konfrontiert wurde.

    Ich hoffe, dass die Zeit irgendwann so definiert werden kann, indem sie uns nicht mehr so unter Druck setzen kann. Denn eine neue Definition oder besser gesagt eine neue Vorstellung von der sogenannten Zeit wäre heutzutage von sehr großer Bedeutung!

    OMG ich habe viel Zeit in diesem Kommentar verloren, obwohl dieser freiwillig ist. Jetzt bekomme ich ein schlechtes Gewissen!

    1. Gefällt mir! – ich glaube, der Schlüsselbegriff für die Rettung aus der Zeitfalle ist „Achtsamkeit“. Ich versuche Achtsamkeit und Multitasking unter einen Hut zu bringen. Manchmal geht das sogar.

      1. Wem es gelingt, seine alltäglichen Tätigkeiten achtsam auszuüben, gehört meiner Meinung nach auf jeden Fall zu den glücklichsten Menschen der Welt!.
        Zwar könnte man ein bisschen achtsamer in einem Moment sein, aber um ein stets achtsamer Mensch zu werden, braucht es viel viel viel Übung. Und ich spreche hier nur aus meiner eigenen Erfahrung!. Ich habe in meinem Leben bis jetzt viel mit Stress zu kämpfen gehabt. Was dahinter steckte: Perfektionismus!. Sei es an der Schule, zu Hause, unter Freunde, Geschwister, in den Augen meiner Eltern oder wo auch immer. Ich strebe immer noch danach, überall die beste zu sein. Es ist mir zwar einigermaßen klar, dass KEIN Mensch perfekt ist, jedoch konnte ich mir davon bis heute nicht überzeugen! Leider!. Dies hat zwar einige Vorteile, jedoch überwiegen hierbei die Nachteile sehr deutlich. Denn auch wenn ich in einem Fach schon eine eins bekomme, bin ich immer noch nicht zufrieden. In diesem Schulhalbjahr habe ich mich mehr anstrengt und bekomme im Zeugnis in vier Fächern jeweils eine eins. Ich frag mich aber, warum nur in vier? Warum nicht in sechs, oder in allen Fächern! Obwohl ich mich für meinen gewünschten Studiengang mit einem Abiturdurchschnitt von 3,0 bewerben kann!. Um mich endlich mal von diesen Gedanken befreien zu können, habe ich mich letztes Jahr für eine stationäre Behandlung an der Schön Klinik Eilbek entschieden. Ich war da acht Wochen lang und musste jeden Tag neue Übungen lernen, um den Stress durch Mindfulness bewältigen zu können. Und das meinte ich oben mit eigener Erfahrung. An der Klinik ging es manchmal, weil man sich damit wirklich beschäftigt hat. Aber wenn ich an meinem Schreibtisch setzte, kann ich diese Übungen nie umsetzen. Weil man, wie damals gesagt worden ist, nicht ,, im Hier und Jetzt“ sein kann!. Und deswegen benötige ich manchmal für die eine Hausaufgabe mehr als zwei Stunden, damit sie ausführlich und vor allem ,,perfekt“ wird.
        Aber auf der anderen Seite will ich die Klassenbeste oder wie ich von meinen Klassenkameraden genannt werde: die ,,Streberin“ bleiben. Dies verleiht mir irgendwie trotz dem Stress mehr Stolz auf mich selber.

  4. Ich finde den Dokumentarfilm sehr ansprechend und muss leider sagen, dass ich einige parallelen zu meinem eigenen leben sehe. Ich stimme euch zu, dass der Leistungsdruck und der ständige Wille des Fortschrittes uns Menschen kaputt machen. Wir sind keine Maschinen und sollten auch nicht wie welche behandelt werden, sei es im abstempeln in verschiedene Klassen etc…

  5. Erstaunlich, dass die Wirtschaft bei den Menschen einen solchen Stress verursachen kann! Leider muss der Mensch diesen Stress in Kauf nehmen, da die Wirtschaft auf das aktive Arbeiten der Bevölkerung angewiesen ist. Wie schon in dem Video angesprochen wurde, geht es in der Wirtschaft darum, sich im Wettbewerb durchzusetzen, aus dem Grunde versucht der Mensch sein Tun zu beschleunigen, um sich damit einen Vorteil zu erhaschen. Insofern hat der Mensch nicht zu wenig Zeit, sondern einfach zu viel zu tun.
    Er könnte das Arbeiten reduzieren und sich somit mehr Zeit für die wesentlichen Dinge im Leben nehmen, aber dann müsste er auf bestimmte Dinge verzichten. Es ist, wie oben schon angedeutet wurde, ein Teufelskreis.
    Hier ein Beispiel von mir: In diesem Jahr hatte ich mit besonders viel Stress zu kämpfen. Also was habe ich gemacht? Ich habe die Schule und andere Tätigkeiten vernachlässigt, um Luft zu holen. Diese Auszeit hat sich negativ auf meine Noten und mein Umfeld ausgewirkt und mich somit noch unglücklicher gemacht als ich es davor schon war. Also ,,muss“ man entweder permanent arbeiten und damit einen höheren Beitrag zur Wirtschaft leisten, oder man bleibt ohne Nichts zu Hause sitzen. Man könnte auch mittig bleiben, in dem man nicht so viel arbeitet und parallel dazu mit weniger auskommt, aber dafür sind die Menschen viel zu habgierig.

    Meines Erachtens sind die Menschen an ihrem Stress nicht ganz unschuldig. Das Folgende betrifft nicht Florian Opitz:
    Einer der Gründe, wieso die Mensch zu viel Stress haben, ist die Habgier > ,,das rücksichtslose Streben nach materiellem Besitz, die übertriebene Sparsamkeit und das Unwillen zu teilen„. Laut einer Studie der University of Michigan-Dearborn, strebt ein großer Teil der Menschen nach mehr Kapital, obwohl sie eine derartig große Menge nicht glücklich machen würde. Ja selbst in Krisenzeiten und Zeiten instabiler Finanzmärkte riskieren Menschen ihr Geldvermögen in der Hoffnung, den realen Besitz zu vermehren.

  6. @coffee Danke für deine Geschichte! Ich „musste“ auch mal so „perfekt“ sein, und war dann trotzdem nie zufrieden, aber sehr gestresst. Ich hatte mir eingebildet, ich würde dann endlich dafür akzeptiert, respektiert und geliebt. Aber es hatte andere Auswirkungen, ich wurde immer einsamer davon, also das glatte Gegenteil.

    Was ist denn dein gewünschtes Studienfach? das hat wohl mit einer Sache zu tun, die du besonders gerne machst? – *neugier*

    1. Ich habe eigentlich große Interessen zu mehreren Studiengängen. In dem Kommentar meinte ich den Studiengang ,,angewandte Informatik“ an der HAW. Software-Engineering hat mich immer interessiert, außerdem wünscht sich mein Vater, dass ich angewandte Informatik studiere. Er sieht eine erfolgreiche Zukunft für mich darin. Aber ich bin mir noch nicht sicher, ob ich wirklich das studieren werde. Denn mein Lieblingsfach ist Physik und ich wollte mich gerne später mit Physik sehr intensiv beschäftigen, also vielleicht studiere ich Physik. Was mein Traumberuf als Kind war: Frauenärztin!. Jedoch reichen meine Noten leider nicht, um Medizin zu studieren. Mein ältester Bruder studiert auch Medizin an der Universität Hamburg und meinte zu mir, dass das Studium richtig anstrengend ist. Was ich noch gerne studieren möchte, ist ,,Islamwissenschaften“ an der UHH. Besonders weil ich mich gerne noch mehr mit dem Islam beschäftigen möchte. Jedoch findet dieser Studiengang jedes Jahr mit neuen Schwerpunkten statt. Ich gucke noch, welche Schwerpunkte es geben werde, wenn ich mich dafür bewerben kann.
      Also jetzt habe ich die Wahl zwischen den Studiengängen ,,Islamwissenschaften“ und ,,angewandte Informatik“. Aber dafür kann man sich schon mit 2,5 bewerben.
      Jetzt habe ich schon wieder einen Roman geschrieben. Tut mir leid!.

      1. Ich lese gerne Romane 😉 danke für die ausführliche Antwort! was für ein Glück, dass du bestimmte Interessen hast. Bestimmt kann man in die Studiengänge mal „reinschnuppern“. Ich wusste leider nach dem Abi gar nicht, was ich will und bin lange herumgeirrt.

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